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Maximaler Puls – Aerobe Schwelle – Fettverbrennung

Maximalen Puls:

220 - Alter 200 - Alter

 Das ist aber nur eine sehr grobe Formel, genaueres liefert ein sportmedizinischer Leistungstest.

Als Kompromiss zwischen grob und genau bietet sich folgender Test an:

  1. ca. ½  Stunde Fahrt mit ca. 65% des errechneten Maxpulses (104)
  2. ca. 5 min Fahrt mit ca. 80 % des errechneten Maxpulses (136)
  3. Kurzer heftiger Sprint an geringer bis mittlerer Steigung mit allen zur Verfügung stehenden Kräften

Der jetzt angezeigte Puls (sinnvoll ist ein Pulsmesser, welcher die maximale Frequenz speichert) ist der individuelle Maxpuls.

Wiederholt man dieses Verfahren öfters und setzt als Berechnungs-Basis jeweils den zuletzt ermittelten Wert an, wird das Ergebnis mit jedem Test genauer  bzw. man erreicht einen aussagekräftigen Mittelwert.

Was ist die aerobe Schwelle?

Vereinfacht ausgedrückt, es ist der Puls, bis zu dem der Körper seine Leistung aus Sauerstoff und Fett bezieht. Ohne im Detail auf die komplizierten Zusammenhänge des menschlichen Organismus näher einzugehen, lässt sich die Energieumwandlung im menschlichen Körper durchaus mit der einer Maschine vergleichen: Aus Fett (=Kohlenwasserstoff=C2H4) und Sauerstoff (O2) wird Kohlendioxid (CO2)und Wasser (H2O). Dies funktioniert aber nur bis zur erwähnten aeroben Schwelle, die auf die Herzfrequenz bezogen, ungefähr bei etwa 70% des maximalen Pulses liegt.

Im obigen Beispiel für eine männliche Person liegt der Wert also bei 160 * 0,7 = 112.

Die aerobe Schwelle ist real von Person zu Person unterschiedlich und sehr stark abhängig von der Fitness. Die Umwandlung (Futterverwertung) geschieht in den Mitochondrien, das sind Zellen, die als kleine körpereigene Kraftwerke fungieren Je besser diese ausgeprägt sind, desto mehr Fett können sie in Energie umwandeln. Trainiert bzw. gestärkt werden sie ähnlich wie die Muskeln durch Belastung und damit kommen wir zum Kernproblem des Themas.

Stetes Training knapp unterhalb der aeroben Schwelle hebt diese langsam aber stetig an!

Aber der große Radlerspaß ist es ja nun gerade nicht, mehrmals wöchentlich die gleichen Schleifen im Lahntal zu drehen, bis sich die Fitness einstellt, auch mal das wesentlich reizvollere Bergland zu erkunden.

Nun, das E-Bike ist hier der goldene Weg schlechthin. Ausgestattet mit einem Pulsmesser und einer gewissen Routine bei der Leistungsregelung, finden Sie sehr schnell ihren persönlichen Fahrstil heraus. Irgendwann werden Sie eine Erhöhung Ihrer Leistungsgrenze feststellen und haben nun die Möglichkeit, Ihren Eigenanteil zu erhöhen, den Akku zu schonen und damit Ihre Reichweite zu erhöhen. Spielen Sie einfach mittels der kleinen Simulation einmal verschieden Fälle durch.

 Aufbrechen des Teufelskreises:


Je öfters Sie mit dem E-Bike vernünftig trainieren, desto näher kommt der Zeitpunkt, zu dem Sie evtl. auf E-Unterstützung verzichten können.